Handynummer mitnehmen 2026: Portierungskosten, Fristen, Anbieter
Was ist eine Rufnummernportierung?
Die Rufnummernportierung (MNP – Mobile Number Portability) ermöglicht es, deine bisherige Handynummer beim Wechsel des Mobilfunkanbieters mitzunehmen. Geregelt ist sie im Telekommunikationsgesetz (TKG), das den Anbietern vorschreibt, die Mitnahme zu ermöglichen.
Der große Vorteil: Du behältst deine Nummer, Kontakte müssen nicht informiert werden, und du erreichst alle wie gewohnt. Bei Business-Kunden ist die Nummer oft sogar unverzichtbar, weil sie auf Visitenkarten, Websites und Werbematerialien steht.
Die Portierung ist technisch sauber vom eigentlichen Anbieterwechsel getrennt: Du schließt beim neuen Anbieter einen Vertrag ab und beauftragst die Mitnahme der Nummer. Der neue Anbieter kümmert sich um die Abwicklung mit dem alten Anbieter.
Was kostet die Portierung 2026?
Die Kosten für die Rufnummernmitnahme sind je nach Anbieter unterschiedlich. Die Spannweite reicht von kostenlos bis zu rund 40 Euro. Typische Preise 2026:
- **Kostenlos:** Einige Neuanbieter und Discount-Anbieter verzichten auf die Portierungsgebühr – oft als Werbeangebot.
- **5 bis 10 Euro:** Viele Prepaid-Anbieter verlangen eine kleine Gebühr für die Freischaltung der Nummer.
- **20 bis 30 Euro:** Typische Gebühr bei vielen Vertragsanbietern.
- **Bis 40 Euro:** Bei einigen Premium-Anbietern oder bei komplexeren Portierungen (z. B. Business-Verträge).
Wichtig: Die Portierungsgebühr zahlt der alte Anbieter für die Freigabe der Nummer. Der neue Anbieter erhebt in der Regel keine separate Gebühr für die Annahme der Nummer. Erkundige dich vorab beim neuen Anbieter, ob er die Portierungskosten übernimmt oder dir anbietet, diese als Startguthaben zu erstatten.
Fristen: Wann musst du was tun?
Die Fristen für die Rufnummernportierung sind klar geregelt:
- **Nach Vertragsende:** Du hast nach dem Ende deines Vertrags **90 Tage Zeit**, die Portierung beim neuen Anbieter zu beauftragen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Nummer endgültig stillgelegt.
- **Während des Vertrags (frühe Portierung):** Du kannst die Portierung auch vor Vertragsende beauftragen, wenn der alte Anbieter zustimmt. In diesem Fall endet der alte Vertrag zum Zeitpunkt der Portierung. Das ist bei Verträgen mit Mindestlaufzeit aber nur in den letzten 30 Tagen vor Vertragsende möglich.
- **Bei Prepaid:** Hier musst du vor der Portierung eine Freigabe (Portierungs-PIN) vom alten Anbieter einholen. Die Frist beginnt mit der Erteilung der Freigabe.
Tipp: Beauftrage die Portierung frühzeitig, sobald du weißt, dass du wechseln willst. So stellst du sicher, dass die Nummer rechtzeitig beim neuen Anbieter ist und du sie nicht verlierst.
Portierungs-PIN und Verzichtserklärung
Für die Portierung brauchst du zwei Dinge vom alten Anbieter:
- **Portierungs-PIN:** Eine 4- bis 8-stellige PIN, die der alte Anbieter dir auf Anforderung mitteilt. Sie dient der Identifikation und verhindert, dass jemand anderes deine Nummer portiert.
- **Verzichtserklärung:** Du erklärst schriftlich, dass du auf die weitere Nutzung der Nummer beim alten Anbieter verzichtest. Der neue Anbieter schickt dir diese Erklärung in der Regel automatisch zu.
Bei Prepaid-Verträgen musst du die PIN aktiv beim alten Anbieter anfordern – oft per SMS oder im Online-Portal. Bei Verträgen wird die PIN meist automatisch mit der Kündigungsbestätigung verschickt.
Wichtig: Bewahre die PIN gut auf. Ohne sie ist die Portierung nicht möglich.
So beauftragst du die Portierung Schritt für Schritt
Der Ablauf einer Rufnummernportierung:
1. **Alten Vertrag kündigen:** Kündige deinen bisherigen Vertrag fristgerecht. Du erhältst eine Kündigungsbestätigung mit dem Vertragsende.
2. **Portierungs-PIN anfordern:** Fordere beim alten Anbieter die Portierungs-PIN an (bei Prepaid aktiv, bei Verträgen automatisch).
3. **Neuen Vertrag abschließen:** Schließe beim neuen Anbieter deinen Vertrag ab und gib an, dass du deine bisherige Nummer mitnehmen möchtest.
4. **Portierungsdaten angeben:** Gib dem neuen Anbieter die Portierungs-PIN und das genaue Vertragsende des alten Vertrags an.
5. **Verzichtserklärung abgeben:** Unterschreibe die Verzichtserklärung und reiche sie beim neuen Anbieter ein.
6. **Portierungsdatum abwarten:** Die Portierung erfolgt zum vereinbarten Datum (typisch 4 bis 8 Werktage nach Beauftragung). Du erhältst eine Bestätigung.
Achtung: Während der Portierung kann es zu einer kurzen Dienstunterbrechung kommen (typisch wenige Stunden bis zu einem Tag). Der neue Anbieter informiert dich über das genaue Zeitfenster.
Häufige Probleme und wie du sie vermeidest
Typische Probleme bei der Portierung und ihre Lösung:
- **PIN nicht erhalten:** Wenn die PIN nicht automatisch kommt, fordere sie aktiv im Kundenportal des alten Anbieters an. Hilft das nicht, wende dich an den Kundenservice.
- **Portierung abgelehnt:** Gründe können falsche Daten, fehlende Freigabe oder ein noch laufender Vertrag sein. Kläre die Ursache mit dem alten Anbieter.
- **Nummer nicht erreichbar:** Während der Portierung ist die Nummer kurzzeitig nicht erreichbar. Informiere wichtige Kontakte, falls nötig.
- **Kosten zu hoch:** Prüfe, ob der neue Anbieter die Kosten übernimmt oder ob ein werksbezogenes Angebot für Neukunden die Gebühr erstattet.
- **Vertragsende nicht klar:** Ohne klares Vertragsende kann der alte Anbieter die Portierung verzögern. Lass dir das Vertragsende schriftlich bestätigen.
Die meisten Portierungen laufen problemlos, wenn alle Dokumente vollständig sind und die Fristen eingehalten werden.
Kostenloses Portieren: Wo du sparst
Viele Anbieter machen die Portierung kostenlos, um Neukunden zu gewinnen. So findest du die besten Angebote:
- **Vergleichsportale prüfen:** Filtere nach Anbietern, die die Portierungskosten übernehmen oder als Startguthaben erstatten.
- **Aktionsangebote nutzen:** Oft gibt es saisonale Aktionen mit kostenlosen Portierungen, besonders im Herbst und Frühling.
- **Direkt beim neuen Anbieter nachfragen:** Manche Anbieter übernehmen die Gebühr auf Nachfrage, auch wenn sie nicht aktiv beworben ist.
- **Business-Kunden-Optionen:** Für Geschäftskunden sind Portierungen oft kostenlos oder deutlich günstiger.
Tipp: Vergleiche nicht nur die monatlichen Kosten des neuen Tarifs, sondern auch die einmaligen Kosten (Portierung, Anschlusspreis, Sim-Karte). Ein Tarif mit kostenlosen Portieren kann insgesamt günstiger sein, selbst wenn die Monatsrate minimal höher ist.
**Besonderheit bei Prepaid-Nummern:** Bei Prepaid-Verträgen läuft die Portierung etwas anders ab. Du musst zuerst eine schriftliche Verzichtserklärung beim alten Anbieter einreichen, in der du auf die weitere Nutzung der Nummer verzichtest. Daraufhin erhältst du die Portierungs-PIN. Wichtig: Kündige nicht einfach die SIM-Karte, bevor die Portierung beauftragt ist – sonst kann die Nummer endgültig stillgelegt werden. Die Reihenfolge ist entscheidend: zuerst Verzichtserklärung und PIN einholen, dann beim neuen Anbieter die Portierung beauftragen.
**Was passiert, wenn die Portierung scheitert?** Wenn der alte Anbieter die Portierung ablehnt, liegt das meist an fehlenden oder falschen Daten. Prüfe in diesem Fall, ob die Portierungs-PIN korrekt ist, ob der Name exakt übereinstimmt und ob das Vertragsende korrekt angegeben wurde. In seltenen Fällen verweigert der alte Anbieter die Freigabe unrechtmäßig – dann hilft eine schriftliche Beschwerde oder der Hinweis auf die gesetzliche Pflicht zur Rufnummernportierung nach § 46 Telekommunikationsgesetz (TKG).
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Was kostet die Rufnummernmitnahme 2026?
Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 0 und 40 Euro. Viele Neuanbieter und Discount-Anbieter machen die Portierung kostenlos. Typische Gebühren bei Vertragsanbietern liegen zwischen 20 und 30 Euro.
Wie lange habe ich Zeit, meine Nummer nach Vertragsende zu portieren?
Nach dem Ende deines Vertrags hast du 90 Tage Zeit, die Portierung beim neuen Anbieter zu beauftragen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Nummer endgültig stillgelegt und ist nicht mehr nutzbar.
Kann ich meine Nummer vor Vertragsende portieren?
Ja, mit Zustimmung des alten Anbieters. Bei Verträgen mit Mindestlaufzeit ist das jedoch nur in den letzten 30 Tagen vor Vertragsende möglich. Sprich frühzeitig mit deinem Anbieter.
Was mache ich ohne Portierungs-PIN?
Die Portierungs-PIN ist für die Mitnahme deiner Nummer zwingend erforderlich. Fordere sie beim alten Anbieter an, bei Prepaid aktiv im Online-Portal oder per SMS, bei Verträgen wird sie meist automatisch verschickt.
Bekomme ich die Portierungskosten vom neuen Anbieter erstattet?
Viele Anbieter übernehmen die Portierungskosten als Neukunden-Bonus oder erstatten sie als Startguthaben. Prüfe die Aktionsangebote oder frage direkt beim neuen Anbieter nach.